Wer den ganzen Tag arbeitet…

Aller Anfang ist hart

Ich habe als Einstieg in das Berufsleben eine Lehre zum Hafner (Ofenbauer) und Fliesenleger absolviert. Mit Anfang 16 Jahren war das ein sehr gutes Gefühl, da es mir die Möglichkeit gab, aus dem eintönigen Schulalltag herauszukommen und mir selbst das Gefühl zu geben, etwas Sinnvolles zu erschaffen. Das war ein Kleinstbetrieb mit nur Drei Mitarbeitern. Ich wurde dort gut ausgebildet und glücklicherweise zu keinem Baustellen-Alkoholiker erzogen. Wohin ich aber erzogen wurde war, dass man mit viel, fleißiger Arbeit zu etwas kommt.

Ein Quälender Gedanke

Ab nun jeden Tag meines Lebens abzüglich 110 Tagen Wochende, 25 Urlaubstagen und ein paar Gesetzlichen Feiertagen im Jahr bis zum Ruhestand zu arbeiten gefiel mir nicht. Nie. Von Anfang an nicht.

Ich bin mir nicht mehr sicher in welchem alter ich das Zitat von John D. Rockefeller gehört habe:

Wer den ganzen Tag arbeitet hat keine Zeit, Geld zu verdienen.

Das hat mir ganz schön zugesetzt. Ich habe Tage und Nächte damit verbracht mit Freunden darüber und über den Sinn des Lebens zu diskutieren.

Verstanden habe ich den Spruch nicht. Ist auch klar. Ich war zu beschäftigt um die verborgene Wahrheit zu erkennen.

Das war zu einem gewissen Grad auch gut. Mit 18 dachte ich, schnell Verständnis für großes Entwickeln zu können und schon sehr viel zu verstehen. Nun mit 31 merke ich, dass ich mir erst jetzt Zeit nehme um zu Denken und am Anfang meines Verständnisses für Zusammenhänge stehe.

Ich glaube, ganau das ist die Quintessenz aus dem Spruch.

Gute Dinge entstehen nur durch entsprechende Zeit und umfassende, gedankliche Überarbeitung.

Die erleichternde Wahrheit

Zum Glück ist alles weniger Schlimm als man glaubt. Zumindest auf beruflicher Ebene. Es gibt so viele Interessante Themen, ich könnte mein ganzes Leben nur lernen. Fotografie, Webdesign, Grafik, Schreiben, Sprechen, Erfinden, Lehren, Architektur, und unzählige mehr.

Das schöne ist, dass man ja genau deshalb ein bisschen mehr Zeit zum Leben hat. Genau genommen, kann man in dieser Zeit sehr viele Dinge lernen und ausprobieren. Sollte man auch. Der Hauptgrund warum Menschen in der Pension sterben ist, dass sie keine Beschäftigung mehr haben… also liegt der Gedanke weiter zu machen schon nahe.

Was mache ich damit?

Von der Idee bei einer einzigen Sache zu bleiben, diese bis ans Ende zu machen und sich zu zwingen nicht mehr nach Alternativen zu suchen halte ich für gefährlich. Nach Feierabend vor den Fernseher tut unserer Gesellschaft nichts Gutes und es gibt zu viele Menschen die traurig sind. Dabei würde eine Veränderung im Alltag ganz schön viel Spannung und Bewegung hervorrufen.

Ich finde, der Spruch der Fa. TheNorthFace ist ein guter Ausklang für diesen Beitrag:

Never Stop exploring!

Alles Gute und viel Erfolg,
Alex

2 thoughts on “Wer den ganzen Tag arbeitet…

  1. Antworten
    Angie - April 9, 2016

    Ich finde du hast damit vollkommen recht! Mir hat das Lernen auch immer viel Freude bereitet auf der Uni und später bei meiner berufsbgeleitenden Ausbildung (nur in der Schule nicht ;-)). Das gehört einfach zum Leben dazu ab und an etwas neues zu lernen und ich glaube auch es würde weniger traurige oder depressive Menschen geben, wenn jeder für sich immer wieder etwas neues entdeckt und lernt. Weils einfach glücklich macht.

    1. Antworten
      alexanderhammerschmied - April 10, 2016

      Hi Angelika!
      Absolut! Ich finde fast jeden Tag neue Themen und Gebiete die es Wert sind erlernt und erforscht zu werden. Je mehr man weiß, desto eher kann man Verständnis für Fremdes entwickeln.
      LG, Alex

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